Montag, 17. April 2017

Versuchte Körperverletzung am Buffet

Die Sterblichkeitsrate an einem Buffet scheint irgendwie gerade noch unter der erlaubten Grenze zu liegen. Ich kann es mir sonst nicht vorstellen, dass das noch erlaubt ist.

Unfähig, sich auch nur im Geringsten, an eine Linie, eine Richtung oder an anderen Personen zu orientieren, vergehen sich manche Menschen an Buffets, als ginge es um die letzten Mahlzeiten des Jahrzehntes.
Eine Richtung (das ist das Dings mit "von Links nach Rechts" oder das "von Rechts nach Links" zu erkennen, dürfte bei einigen Menschen ebenso unmöglich sein, wie das "Einer nach dem Anderen".
Ein wirres Gerenne, Geschubse, ein Zwischendrein und Mittendurch ist die Folge.

Sich, natürlich mit total überladenen Tellern und Schüsseln beladen, schnell einfach umzudrehen und den ersten Schritt zu machen, ist ebenso schwachsinnig, wie mit dem Riesenbesteck, das zum Auflegen der Speisen gedacht wäre, einen regelrechten Fechtkampf durchzuführen.
Diese Vorlegeschaufeln sind genau aus diesem Grund schon aus eher dünnem Blech, abgerundet und nicht kampftauglich. Man sollte aber nicht glauben, wie elegant manche Menschen damit Reis, Saucen und andere Lebensmitte im Raum verteilen können.

Eine schwungvolle Bewegung aus dem Handgelenk, eine leichte Drehung aus der Hüfte, ein Schritt zur Seite, schon ist die Sauce samt Restreis von der einen, auf die andere Seite des Buffetbereiches verteilt. Der kleine, unüberlegte Schritt zur Seite, bringt den Nebenkämpfer dazu, seine bereits erkämpfte Nahrung an den Bauch zu drücken, Saucenflecken garantiert!

Ein kurzer Schrei der schrulligen Tante mit der Körperhaltung eines Massenmörders bestätigt allen, daß im Fleischbereich der Futtertheke Nachschub angeliefert wurde.
Die Masse setzt sich in Bewegung! Unkntrolliert, ohne Plan, wie eine Lawine stürzt man sich auf Hühnerteile, Rinderfilets und andere Dinge. Kleine Kinder, alte Menschen und andere kampfuntaugliche Individuen geraten da schnell mal unter die Nudelkelle, die Räder oder die Nachspeisenteller.

Die durchaus sinnvolle Teilung in Bereiche, scheint bei einigen, geistig offenbar völlig überforderten Mitesserinnen und Mitessern zusätzlich noch Verwirrung hervorzurufen.
Suppen, Vorspeisen, Haupt- und Nachspeisen nicht auf einem Haufen vorzufinden, ist offenbar in dieser Form der zwischenmenschlichen Kriegsführung unverständlich!
Suppe und Hauptspeise muss zwingend gleichzeitig in die Hand genommen werden! Das ist so! Es ist nicht erlaubt, die Flüssigspeise zuerst zitternd und beidhändig an den Tisch zu jonglieren! Nein, Dazu muss, ich wiederhole: muss natürlich auch gleich das überladene Teller mitjongliert werden.
Dass die meisten Nichtgastronomen und gelernten Tellerprofis das halbe Zeugs am Boden verteilen, gehört offenbar zu einem Ritual, dass sich mir noch nicht so ganz erschlossen hat.

Ich werde einfach das nächste mal diesem fresstechnischen Wohlstandsritual folgen, laut brüllen, alles greifbare auf die Teller packen, die hälfte davon großzügig auf dem Boden verteilen und dem Gott des Wahnsinns mit einem Trinkspruch würdigen!

Ach ja, eins hab ich vergessen!: Man darf bei Buffets natürlich niemals 2 bis 3 mal hingehen und sich kleine Portionen holen! Man darf auch in dieser Art der Nahrungsmittelkriegsführung niemals auf andere Personen achten! Die korrekte Verwendung von Besteck ist ebenfalls verboten!

Freitag, 14. April 2017

Ich wurde eingeladen!!! Juhu!!!!

Juhuu, ich habe eine Einladung erhalten! Freu, freu,.....

Per Post - ohne Absender - anonym - ohne Kuvert - nur ein A4 Blatt mit Klammer verschlossen.

Ich wurde eingeladen, an einem Jahrgangstreffen teilzunehmen. 👀

Ein Jahrgangstreffen?
Ja, ich scheine schon alt genug zu sein, mich mit anderen, vor sich hin oxidieren den Mitmenschen meines Wohnortes treffen zu dürfen.
Meine bereits fast verschwundene Haarpracht, der schon grau verfärbte Bart, die schlechten Augen, die knackenden Gelenke, jedes einzelne Zeichen der fortschreitenden Verwesung, scheint mich dafür zu berechtigen.

Einen actiongeladenen Vollgasauslug mit der Forderung nach sportlichen Höchstleistungen hätte ich ja so und so weder mitgemacht noch gefordert, aber was da geplant ist, schlägt dem Ganzen schon richtig die Krone von den Zähnen.
Altersbedingte Totalausfälle, rollatortaugliche Straßenführungen, notarztttaugliche Anfahrtswege, all das scheinen Kriterien für die Planung des wundervollen Programmes zu sein, zu dem geladen wurde!

  1. Vormittags eine gemütliche Schiffsfahrt  über den See
    (einzig mögliche Gefahrenquelle: Sonnenbrand)
  2. weiters eine Wanderung von der Schiffsanlegestelle zur Talstation der Dingsbums-Seilbahn
    (mögliche Gefahrenquelle: bei der Überquerung der Straße von einem Touristen überfahren zu werden)
  3. Seilbahnfahrt auf den Hausberg der ungeliebten Stadt am anderen Ende des Sees.
    (mögliche Gefahrenquelle: bei geschätzten 600m Höhenunterschied wegen Sauerstoffmangel einzuschlafen)
  4. Eine "freie" Wanderung. Wohlgemerkt auf wirklich pensionistentauglichem Terrain.
    (Gefahrenpotential: Blasen an den Füßen)
  5. aber eigentlich:  4a: todesmutige Benutzung einer Sommerrodelbahn!
    (Gefahrenpotential: Vorhanden! Meine Bandscheiben könnten mir das Lied vom Tod vorjubeln!)
  6. eine gemütliche Seilbahnfahrt ins Tal! (Gefahrenpotential siehe Punkt 3)
  7. eine Fahrt mit dem Linienbus oder der Linien-Orts-Doof-Bahn zum Bahnhof der österreichischen Bundesbahn.
    (Gefahrenpotential: Tiefschlaf mit zeitgleicher fortschreitender Verwesung)
  8. Rückfahrt von Ort B in den eigenen Heimatort
    (Gefahrenpotential: Tiefschlaf mit zeitgleicher fortschreitender Verwesung)  
  9. Krönender Abschluss: Gemütlicher Ausklang (geschätzt um 17:00 in einem der wenigen Gastronomiebetrieben, die die politische und wirtschaftliche Gesamtkatastrophe in Österreich noch übrig gelassen hat.
    (Gefahrenpotential: Vollrausch aufgrund völlig depressiver Stimmung mit Hang zum Selbstmord)
Nach vielen, langen und intensiven Minuten des Überlegens und Abwägens, ob ich mich diesen Gefahren aussetzen möchte, kam ein deutliches:

NEIN

dabei raus!
Ich kann es meinem bereits 45jährigen Luxuskörper mit all seinen fortgeschrittenen Defiziten nicht zumuten, sich in solche Gefahren zu bringen!
Schade, ich kann bei solch actiongeladenen Dingen einfach nicht mehr mitspielen.
Weiters kann ich es nicht verantworten, meine kurzen und seltenen freien Tage, mit solch brutalen und gefährlichen Dingen zu verbrauchen.

Sollte jemand einen Anflug von Sarkasmus zwischen den Zeilen finden, bitte zurücksenden!

Donnerstag, 13. April 2017

Der röhrende Hirsch im Hotel

Was sich anhört, als würde es sich um pure Tierquälerei, oder einen Wildtierzoo bei einem Luxushotel anhört, war leider (nur) eine leichte Leistungsüberschätzung eines Hotelgastes.

Der gute Mann, ich glaube ein Franzose, hatte sich im schönen Tirol alkoholtechnisch derart überschätzt, dass er den "röhrenden Hirsch" zum besten gab.

Am Abend, mein wohlverdienter Feierabend, saß ich im Hotelzimmer und ärgerte mich über den eigenartigen Krawall, den ich hörte. Anfangs hatte ich die Vermutung, dass die dünnen Wände der Hotelzimmer schuld wären.
Kurze Zeit später, wurde ich von einer netten, aber stark verärgerten Dame vom Reinigungsdienst des Hotel darüber informiert, dass eben dieser Hotelgast, desssen Alkoholspiegel stark über der Oberkante der Oberlippe lag, nicht im Zimmer, sondern im Stiegenhaus des Hotels "herumröhrte" und erfolgreich die Dekoration deutlich veränderte.
Der Akkustik nach, hätte man vermuten können, eine Gruppe von Geweihträgern wäre beim Brüllen, anscheinend schaffte der gute Mann das aber völlig alleine.
Die akkustische Leistung habe ich mitbekommen, die optische musste ich lobenswerter Weise nicht begutachten.
Der nächste Morgen, die nächsten beiden Tage besser gesagt, hielt sich der gute Mann offenbar bei alkoholischen Getränken starkt zurück. Sein hochrotes Gesicht, die leicht trüben Augen waren jedoch für Viele Entschädigung genug. Für das Reinigungspersonal vermutlich zwar nicht, aber der Rest hat sich wirklich köstlich amüsiert.

Montag, 10. April 2017

März. Abschlussbericht. Danke. Ende.



März! Was war da los?
Eine Woche mit Grippe kreuz und quer durch die Lande gezogen, Kunden besucht, Termine geschupft, die Dienste diverser Apotheken in Anspruch genommen, …..
Die Woche darauf, wurde durch rasselnde Lungenflügel, kratzenden Hals sowie Hustenanfällen deutlich verbessert…..
Der Rest des Monats halb gesund weitergearbeitet.
Warum dann nicht zuhause bleiben?
Ganz einfach! Um ja keinen, der lange geplanten, fix eingeteilten Termine flöten gehen zu lassen. Knapp geplant, fix eingeteilt, muss ja gehen.
Nebenbei noch knappe 2000KM im Auto….
Alternativen?
Optionen?
Failover-Szenario?

Nichts….. Nada….

April? Besser! Zumindest der Anfang….

Donnerstag, 6. April 2017

Bild der Woche: Die Toilettensteckdose

Das Bild der Woche:
Angeblich gibt es spezielle Toilettenaufsätze, für die man eine 220V Steckdose neben der Toilette braucht.

Man kann sich also entscheiden....


Andere behauten, dass dies zum Laden des Mobiltelefons während der Dauersitzung gedacht sei.....